Die erste Beichte und Kommunion

Sie betreten eine Kirche. Das ist ein besonderer Ort, eine andere Welt. Eine Welt, die Gott gewidmet ist, der Wahrheit und dem ewigen Leben. Hier kann man das Schiff der Errettung besteigen, hier beginnt der Weg zu Gott. Der Beginn des Weges ist ungewöhnlich, er liegt in unserer Seele, in unserem Gewissen. Doch muss man sich selbst zuerst eingestehen, dass man sich von Gott abgewandt hat und dass man vor Ihm schuldig geworden ist.

Die Taufe und die Ehe

Die Taufe ist das Mysterium, bei dem der Gläubige durch dreimaliges Eintauchen des Körpers ins Wasser und durch Anrufung des Namens der Allheiligen Dreiheit - des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes - dem Leben des Fleisches und der Sünde abstirbt und durch den Heiligen Geist in einem geistigen und heiligen Leben erneuert wird. Dadurch wird der Getaufte in die Kirche eingeführt und wird zu ihrem Mitglied.

Gott ist die wesenseine und unteilbare Dreiheit: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, vereinigt durch den Bund der göttlichen Liebe. „Gott ist Liebe“– so sagt die Heilige Schrift (1. Johannesbrief 4, 8). Deshalb ist auch für den Menschen die Liebe, da sie die Bekundung des Bildes Gottes in ihm ist, die höchste Tugend und die Hauptbedingung für Freude und Glück. Der Mensch als geistiges Wesen hat das Verlangen zu lieben und geliebt zu werden. Die natürliche Äußerung der Liebe besteht in dem Wunsch des Liebenden sich mit der geliebten Person zu vereinigen. Deshalb streben die Menschen in einer auf Gegenseitigkeit beruhenden Liebe zu einander und finden in einer gesetzlichen Einheit ihr Glück. Bereits in den ersten Anfängen der Geschichte der Menschheit schuf Gott die Ehe als Bund freier vernunftbegabter Wesen , eines Mannes und einer Frau „Es ist nicht gut, für den Menschen , allein zu sein“ (Gen 2, 18),sprach Gott zu Adam und gab ihm Eva zur Frau (Genesis 2, 21-25). So entstand das erste Ehepaar, die erste Familie: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan“ (Gen 1, 28).